Fotoausstellung "erschüttert" eröffnet
Aktualisiert: vor 6 Minuten

Am 17. September 2026 hat Till Mayer persönlich in die Ausstellung eingeführt.
„Wenn die Kameras der Kollegen aus den Krisen- und Kriegsgebieten abziehen, dann komm ich!“, sagt Till Mayer. Der vielfach ausgezeichnete Fotojournalist, dessen Reportagen u. a. bei Spiegel-Online und den beiden großen Stuttgarter Tageszeitungen erscheinen, zeigt, dass der Krieg nicht vorbei ist, wenn die Waffen schweigen. Er zeigt den Menschen hinter den nüchternen Kriegszahlen.
In der Ausstellung „erschüttert“ erzählen zwölf Menschen, was Krieg bedeutet. Da ist die zwölfjährige Shahed, die im Irak Mutter und Bruder verliert. Und ihr rechtes Bein, als eine Bombe explodiert. Oder die betagte Valentina, die nahe der Front in der Ost-Ukraine bei Beschuss immer wieder in einem Gemüsekeller Schutz suchen muss. Fast nur noch alte Menschen leben in ihrem Dorf wenige Kilometer hinter dem Schützengraben. Ein Bauer aus dem Kongo überlebt schwer versehrt einen Granateneinschlag. Jedoch nicht seine Frau und seine Kinder.
In bewegenden Fotografien und persönlichen Berichten macht Till Mayer sichtbar, welche Folgen bewaffnete Konflikte für Zivilistinnen und Zivilisten weltweit haben. Die Explosionen von Bomben und Granaten erschüttern ein Leben lang. Weil Beine und Arme nicht nachwachsen können, geliebte Menschen nicht wiederkehren. Weil die Zeit eben nicht alle Wunden heilt, wenn die Seele tief verletzt ist. Und weil es Menschen mit Behinderungen in Krisengebieten besonders schwer haben, ein Leben in Würde zu führen. Viele seiner Porträtierten werden von der Hilfsorganisation Handicap
International unterstützt.
Doch die von Till Mayer zusammen mit Handicap International kuratierte Ausstellung zeigt eben nicht nur Leid und Verlust, sondern auch Mut, Hoffnung und den Kampf um Würde und Teilhabe. Sie hatte ihre Premiere im Deutschen Bundestag in Berlin – jetzt war sie bei uns.
Die Ausstellung ist geöffnet am 20. und 27. September und am 4. und 10. Oktober von 14 bis 18 Uhr und für Gruppen gerne nach Vereinbarung.
Finissage am 15. Oktober um 19:30 Uhr
Die Ausstellung wird unterstützt von Pulse of Europe.




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